Regenbogengemeinde - Petruskirchengemeinde Gablenberg

Die Petruskirchengemeinde wird Regenbogengemeinde

Anlass und Absichtserklärung

Im Rahmen des Reformationsjubiläums hat sich unsere Petruskirchengemeinde zur Aufgabe gesetzt. Reformationsimpulse für unsere Zeit zu setzen.

Dabei kam aus unserer Gemeinde die Anregung, ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung von homosexuellen Menschen in der Kirche zu setzen. Deshalb haben wir beschlossen, homosexuelle Paare auf deren Wunsch in unserer Petruskirche gottesdienstlich zu segnen.

Ebenso selbstverständlich ist es für unsere Petruskirchengemeinde, dass homosexuelle Personen (gleichberechtigte) Amtsträger unserer Kirchengemeinde sein können.

Die ablehnende Entscheidung der Synode unserer Landeskirche in dieser Frage bestärkt uns offiziell Regenbogengemeinde zu werden.  Wir ermutigen andere Kirchengemeinden, sich uns anzuschließen, und fordern die Kirchenleitung auf, den Diskurs fortzusetzen und die Diskriminierung zu beenden.

 

Begründung

Unsere Haltung homosexuelle Menschen kirchlich in einem Gottesdienst zu segnen und homosexuelle Personen als Amtsträger unserer Kirche als selbstverständlich zu erachten, basiert auf folgenden theologischen Überlegungen:

Wohl wissend, dass in unserer Bibel geschrieben steht, dass Mann und Frau als Gottes gute Gabe füreinander geschaffen sind (Gen 1,27), folgen wir der Auffassung Jesu Christi, die Weisungen des Alten Testaments in Anlehnung an das Liebesgebot ( MK 12,28-34) neu zu interpretieren.

Ganz im Sinne der Bergpredigt "Ihr wisst, dass geschrieben steht, ich aber sage euch....", sind wir dementsprechend der Überzeugung, dass jedwede Beziehung zwischen Menschen, die von Liebe und Verantwortung füreinander getragen ist, im Sinne Jesu ist und damit Gottes Wille entspricht.